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Seit dem Start von Temu in Europa sind nun zwei Jahre vergangen, und es wäre völlig richtig, es als Erfolg zu bezeichnen. Die Plattform hat bereits Amazon als Nummer eins in Dänemark überholt und klettert in anderen Ländern schnell unter die ersten drei.

Dennoch ist Temu für viele immer noch mit einem Stigma behaftet. Manche halten seine Produkte für billige Massenware aus chinesischen Lagerhäusern mit beengten und überfüllten Arbeitsbedingungen. Doch nach zwei Jahren ändert sich die Wahrnehmung schnell.

Temu hat vor kurzem damit begonnen, lokale Lager in Europa zu nutzen, mit dem Ziel, in Zukunft 80% aller Bestellungen von diesen Einrichtungen aus abzuwickeln. Dieser Schritt zielt darauf ab, eine "Fast Commerce"-Erfahrung für seinen wachsenden Kundenstamm zu bieten.

Letztes Jahr hat Temu europäische Verkäufer eingeladen, sich der Plattform anzuschließen. Anfänglich waren diese Verkäufer für die Verwaltung ihrer eigenen Logistik verantwortlich. Seit letztem Monat werden die Produkte sowohl von chinesischen als auch von europäischen Verkäufern jedoch von lokalen Lagern aus vertrieben.

Dieser Dienst ist derzeit in Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Italien verfügbar.

Dennoch steht der Markt vor Herausforderungen. Letzte Woche gaben die europäischen Marktbehörden bekannt, dass ein Großteil der Produkte chinesischer Plattformen, darunter Temu, nicht den europäischen Vorschriften entspricht. Da Temu weiter expandiert, wird die Lösung dieses Problems wahrscheinlich ein dringendes Anliegen bleiben.